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adz_logohochb_1Wie rennt man in einer Welt, wo alle nur gehen können?
Hochbegabte Kinder, ein völlig unerforschter Reichtum Rumäniens

Von: Aida Ivan. Montag, 19. November 2012

In einer Schulklasse spielt Samstag früh ein Vater mit einer Gruppe von Kindern. Scherzend läuft er zwischen den Kleinen mit der gehobenen linken Hand in der Luft und der rechten an der Hüfte hindurch. Auf seinem grünen Sakko klebt ein Zettelchen mit seinem selbstgewählten Spitznamen:„Big Balaur“ (Großes Monster). Obwohl sein Kind nicht dabei ist, ist der Vater zum Tag der offenen Tür in die Bukarester Paşcani-Straße 6 gekommen, in die Schule Nr. 155. Es ist aber keine Schulveranstaltung und die Kinder im Raum sind keine gewöhnlichen Kinder…

Wir befinden uns im Raum, der dem Gifted Education-Zentrum vermietet wurde. Monica Gheorghiu, die Begründerin des Vereins, organisiert eine Veranstaltung, die den hochbegabten Kindern gewidmet ist. Die Kinder, die das Zentrum regelmäßig besuchen, sind an diesem Tag in der Minderheit: Die meisten anwesenden Schüler sind hier zum ersten Mal und wurden von fürsorglichen Eltern gebracht. Die Teambildung soll beginnen: Die Erwachsenen dürfen nicht in den Klassenraum, sie warten auf dem Flur. Auch von dort verlieren sie ihre „kleinen Schätzlein“ nicht aus dem Auge. Die Eltern haben ihre Kinder zum Tag der offenen Tür gebracht, weil sie glauben, dass die Kinder äußerst begabt sind.

Die Kinder beteiligen sich an allerlei Aktivitäten. Da die Gruppe ziemlich groß ist, wird ihre Aufmerksamkeit von einer einfachen Geste gefordert: Die Trainerin hebt die Hände über den Kopf und formt ein Dreieck. Im Gifted-Education Zentrum ist das ein bekanntes Zeichen für „Achtung!“.

Die erste Tätigkeit soll das Selbstvertrauen der Kinder stärken. Drei Kinder kommen nach vorne, ihre Augen werden mit einem Schal bedeckt, damit sie nicht sehen können. Vorstellen sollen sie sich, dass sie Stars sind – alle anderen sind ihr Publikum. Und das Publikum klatscht heftig vor Bewunderung. Die Kinder vorne genießen sehr diese 30 Sekunden, in denen sie sich im Glanz des Ruhms sonnen.

Der Teambildung folgt die Theater-Werkstatt, für die Vişinel Bălan zuständig ist. Um die Kinder um sich zu versammeln, fordert er sie heraus: „Lasst uns einen Kreis formen, den größten Kreis in eurem Leben. Welcher ist der größte Kreis in eurem Leben?“ Ein Kleiner antwortet blitzschnell „Die Erde!“, aber er wird noch schneller von einem verärgerten Gleichaltrigen korrigiert: „Die Erde ist doch eine Kugel!“ Vişinel bemerkt die Problemorientiertheit der Kinder und macht mit den Theaterübungen weiter.

Die siebenjährige Miruna ist eine derjenigen, die das Zentrum oft und gern besuchen. Das Kind beginnt zu erzählen, dass es ihm in der Schule gefällt. Trotzdem sollte sie den Englischunterricht wechseln, da sie nicht zufrieden ist. „Die Lehrerin gibt uns Wörter, die ich schon längst gelernt habe. Ich langweile mich.“ Auf dem Flur kann Mirunas Mutter die Begabung ihrer Tochter nicht näher erklären, aber ihre Augen leuchten, als sie über ihr Kind spricht: „Man braucht ihr nicht zu erklären. Sie versteht intuitiv Begriffe und macht Verbindungen wie ein Erwachsener“.

Ein Vater über hochbegabte Kinder

Adrian Grigoriu bringt seinem Jungen, Lucas, einen Pullover in der Pause und küsst ihn. Herr Grigoriu hat zwei Kinder, Daria und Lucas, die regelmäßig das Zentrum besuchen – zwei Mal pro Woche, jeweils vier Stunden. „Für sie ist das eine sehr gute Erfahrung. Freitags, nach dem Schulunterricht und der Zeit, die sie im Zentrum verbringen, sind sie immer voller Energie.“

Die Situation der hochbegabten Kinder erklärt er sehr vernünftig: „Die Gesellschaft teilt man in drei Kategorien auf: die gewöhnlichen Menschen, die weniger befähigten Menschen, also die Behinderten, für die es spezielle Programme gibt und die Hochbegabten, für die es keine Schulinstitutionen gibt. Man sagt, sie werden im Leben erfolgreich sein.“ Das sei falsch, meint Herr Grigoriu. „Es ist so, als ob man in einer Welt rennen will, wo alle nur gehen können.

Die Hochbegabten haben einen anderen Rhythmus. Da sie mit gewöhnlichen Menschen nicht zusammenarbeiten können, isolieren sie sich von der Gesellschaft und haben Kommunikationsprobleme. Sie sind sehr aktiv und wollen sich an möglichst vielen Aktivitäten beteiligen, weil sie sich mehrerer Probleme bewusst sind als der Rest der Menschen“, sagt er weiter.

Herr Grigoriu hebt hervor, dass Normalbegabte sich nur um das kümmern, was sie machen und lernen: Doch die Hochbegabten wollen tatsächlich Probleme in Angriff nehmen, etwas Außerordentliches tun. Die Kinder sollten nie aufgeben und immer Lösungen suchen. Deshalb ist es auch wichtig, dass sie sich hier versammeln. Herr Grigoriu ist sehr zufrieden mit den Ergebnissen: „Während der Treffen fühlen sie sich fantastisch. Intelligenz und Mannschaftsgeist werden hier stimuliert. Hingegen macht sie die Schule alle gleich.“

In der Schule eignet sich ein hochbegabtes Kind viel schneller den Stoff an und deshalb langweilt es sich und ist frustriert. „Sie wollen tatsächlich lernen, im Vergleich zu den anderen Kindern, die an Spielen oder Klamotten denken“, erklärt der Vater. Nur eine separate Initiative könne dieses Problem lösen. „Eine spezialisierte Institution muss es geben, die ihnen hilft. Sie sollen nicht deprimiert sein und verstehen, dass es noch andere gibt, die in derselben Situation sind. Das ändert ihre Betrachtungsweise“, fügt er hinzu.

Moralische Unterstützung

Monica Gheorghiu hat den Verein Gifted Education gegründet. Im US-Bundesstaat Ohio hat sie ihr Zweitstudium absolviert. Dort hat sie so viel Aufgeschlossenheit fürs Lernen erlebt, dass sie sich dasselbe für Rumänien wünschte. „Leute gingen in der Bibliothek mit Schubkarren voll von Büchern herum. Sie konnten auch dort übernachten. Zur Verfügung gestellt werden Materialien, Bücher – alles Mögliche.“

So ist sie auf die Idee gekommen, einen Campus für hochbegabte Kinder zu gründen. In Rumänien hat sie Prof. Florian Colceag kennengelernt. Sechs Jahre wurde sie mit seiner Unterstützung im Bereich Begabtenförderung ausgebildet. Nach dieser Periode entschied sie sich, ihren Traum zu verwirklichen und den Entwicklungsplan für den Campus zu erstellen. Das erste Ziel ihres Vereins, „ Gifted Education-Zentrum“, ist es, ein landweites Gifted-Netzwerk aufzubauen.

„Laut unserer Einschätzungen gibt es ungefähr 200.000 hochbegabte Kinder in Rumänien. Diese große Anzahl zwingt uns dazu, zu handeln. Oft langweiligen sie sich, sie werden behandelt, als ob sie Nörgler oder lästige Personen seien.“Sie werden nicht ihren Fähigkeiten gemäß gefordert und scheitern deshalb. In der Fachsprache heißt das „gifted underground“ (gescheiterte Begabte). Jahr für Jahr finde landesweit ein großer Talentverlust statt. „Kein Staat auf der Welt leistet sich, auf diesen Reichtum zu verzichten“, erklärt sie.

Die Kinder brauchen gute Bedingungen, damit sie lernen und ihr wahres Potenzial erreichen. Der Campus ist der Traum von Frau Gheorghiu, er sollte Programme für alle Lernstufen anbieten. Angefangen wird mit dem Kindergarten und der Schule. Moralische Unterstützung des Gründers des ersten Gifted-Kindergartens in Deutschland, dem ehemaligen Vorsitzenden von World Council for Gifted and Talented Children, Professor Klaus Urban von der Universität Hamburg, hat Frau Gheorghiu in Form eines Empfehlungsschreibens bereits vor  Jahren erhalten. Nun braucht die mutige Managerin noch etwas: Geld. Üblicherweise kostet die Durchführung eines solchen Projekts ungefähr 200.000 Euro jährlich. „Ich habe das mit 40.000 geschafft“, freut sie sich.

Petition des Gifted Education-Zentrums

Hochbegabte Kinder können für die Gesellschaft sehr wertvoll sein. „Ihr Engagement führt zur Entwicklung eines Landes aus allen Gesichtspunkten.“ Es hängt immer von innovativen Menschen ab, die Lage in schwierigen Zeiten zu retten. Frau Gheorghiu ist sich sicher, dass die hochbegabten Kinder den größten Reichtum Rumäniens darstellen, der alles andere übertrifft.

„Die hochbegabten Kinder repräsentieren eine benachteiligte Sozialklasse, die vor der Gefahr der Verfremdung steht. Schulabbruch, Depressionen, Selbstmord, asoziales Benehmen und Misserfolg (nach den Kriterien der sozialen Konventionen). Das Gesetz sichert ihnen das Recht zu, ihren Bedürfnissen gemäß erzogen zu werden“, heißt es in einer Petition des Vereins, die unter anderem an das Bildungsministerium gerichtet ist.

Das Projekt des Gifted Education-Vereins ist einzigartig in Rumänien. Ziel ist es, eine moderne Schulinstitution mit einem Netzwerk von begabten Lehrern und international geprüften didaktischen Methoden entstehen zu lassen. Rumänien exportiert massiv Intelligenz und hat keine Institution für die Unterstützung oder Entwicklung der hochbegabten Jugendlichen.

Wer sind die Hochbegabten?

Eine allgemeingültige Definition für hochbegabte Menschen gibt es nicht. Ihre Begabung ist eigentlich eine natürliche Fähigkeit, die weiterentwickelt werden soll. Aber hochbegabte Kinder sind nicht unbedingt leistungsstarke Menschen. Häufig sind sie diejenigen, die den Lehrern neugierig Fragen stellen und die leicht mit Abstraktionen arbeiten.

Sie sind sehr intensive und intuitive Personen mit allerlei wilden, originellen Ideen, die starke Gefühle und klare Meinungen haben, die präzis analysieren können und komplexe Situationen mögen. Das heißt  nicht, dass Hochbegabung sich nicht unter der Maske der Lern- und Anpassungsschwierigkeiten verstecken kann. Die größte Gefahr liegt darin, dass oft eine große Diskrepanz zwischen ihrem Potenzial und ihren Leistungen entsteht.

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